Iaido Kleidung
Die traditionelle Kleidung besteht aus einer Jacke (Gi / Haori), einem weiten Hosenrock (Hakama), und einem Gürtel (Obi). Gelegentlich wird noch eine Unterjacke (Juban) getragen. Zum Training empfehlen sich auch Knieschoner, da recht viel aus dem Sitzen heraus geschieht, und so die Knie weniger beansprucht werden. Sollte der Boden besonders schmutzig sein, können auch noch Tabis, dies sind Socken wo die große Zehe besonders herausgearbeitet ist, getragen werden, ansonsten wird barfuß trainiert.
GI / HAORI
Die obere Jacke der Bekleidung besteht meist aus syntethischen Stoffen ( pflegeleichter ) und hat den Schnitt eines Kimonos, allerdings mit engeren Ärmeln. Die verwendeten Farben sollten nicht allzu auffällig sein. Meist wird schwarz, blau oder weiß benutzt. Um die Oberjacke zu schonen und weil es hautfreundlicher ist, wird manchmal eine Unterjacke aus weißer Baumwolle (Juban) benutzt.
OBI

Der Obi ist in der Regel 4 Meter lang und ca 10 cm breit. Auch er kann aus diversen Materialien bestehen, und verschiedene Farben haben. Diese besagen im Iaido nichts über die Graduierung. Der Obi wird um die Hüfte gewickelt und mit einem Knoten auf dem Rücken fixiert. Der Obi nimmt das Schwert auf, und verleiht sowohl Haori, als auch Hakama, Sitz und Halt.
HAKAMA

Der traditionelle Hosenrock der Samurai wird auch heute noch bei vielen Budoarten, die sich mit den Kampfkünsten der Kriegerkaste befassen, verwendet, so auch im Iaido. Für das Material gilt auch hier das oben gesagte. Der Hakama wird mittels 4 Himos (ca. 3 cm breite Bänder) über dem Obi an der Hüfte fixiert.
Der Hakama ist ein japanisches Kleidungsstück dessen Falten für die Japaner religiöse Bedeutung haben. Die beiden Falten auf der Rückseite beziehen sich auf einen japanischen Mythos. Aufgrund einer Legende über die nationale Vereinigung Japans, waren es zwei Götter des Krieges, die mit der Sonnengöttin zusammenarbeiteten um eine Nation zu führen, nur durch ihre Würde und ohne Zuflucht zur Waffengewalt zu nehmen.
Jede der Falten repräsentiert einen der Götter, namentlich Take-Mikazuchi-no-Kami und Futsu-Nushi-no-Kami. Die Koshi-ita, welche die beiden Falten verbindet, repräsentiert die Sonnengöttin, Amaterasu-Omikami. Als Ganzes, stellt dies das Prinzip der Wa (Harmonie) dar.

Die fünf Falten der Vorderseite verkörpern die fünf Tugenden:

1. JIN - Güte, Menschlichkeit
2. GI - Gerechtigkeit,
3. REI - Höflichkeit, Etikette, Respekt
4. CHI - Weisheit, Intelligenz
5. SHIN - Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit

Im weiteren Sinne bedeuten die Falten auch:

YUKI - Mut, Tapferkeit
CHU -Treue, Loyalität
MEIYO - Ehre, Ruhm, Prestige
KOH - Frömmigkeit, Religiösität

( aus : www.inode.at/asahi.ubk/honbu.html )
weitere Ausrüstung:
Bokken und Iaito
Für den Anfänger und Partnerübungen wird ein Holzschwert ( Bokken oder Bokuto) benutzt. Später wird mit dem Iaido-Übungsschwert (Iaito) gearbeitet. Dieses entspricht einem scharfen Schwert in Form, Länge und Gewicht. Die Klinge ist allerdings stumpf und zumeist nicht geschmiedet, sondern aus Gusseisen, welches zusätzlich beschichtet und bearbeitet wurde.
Für eine Ersteinkleidung muß, je nach Material und Wunsch schon mit ca. 250 Euro gerechnet werden. Bokken gibt es ab ca. 20 Euro, für ein anständiges Iaito muss ca. 600 Euro kalkuliert werden. Einige Adressen von Händlern finden sich im Serviceteil. Aber auch der Direktimport aus Japan ist möglich, wenn die Wünsche ausgefallener sind. Im Internet finden sich entsprechende Seiten. Eine Anleitung zum Obi-Binden, sowie weiteres Material über Schwerter findet sich im (Service-) Downloadteil.